Smart Data und Machine Learning: Work Smart not Hard

Gastbeitrag von Jens Junak, Country Manager der Wirtschaftsauskunftei Creditsafe Deutschland
Work Smart Not Hard:
So nutzen Unternehmen erfolgreich Smart Data und Machine Learning
OpenAI, Microsoft Azure und Co. Fast täglich erscheinen neue künstliche Intelligenzen und
Machine Learning Programme. Der KI-Hype ist real und führende Tech-Konzerne buhlen
um die Vormachtstellung auf dem Markt. Doch nicht nur für die Software- und Elektronik-
Branche ist die digitale Revolution relevant. 94 Prozent der Führungskräfte sind sich einig:
Der Einsatz künstlicher Intelligenzen wird für Unternehmen erfolgsentscheidend sein.
Zumindest ist das die Fünfjahresprognose einer internationalen Deloitte Studie aus dem
vergangenen Jahr. Insbesondere das Geschäft ums maschinelle Lernen – also KIs, die sich
auf Grundlage ihrer bisherigen Handlungen eigenständig weiterentwickeln können –
erscheint dabei vielversprechend. Um Wirtschaftstreibende verlässlich unterstützen zu
können, benötigen diese neben einer guten Programmierung vor allem ausreichend
Trainingsdaten in hoher Qualität.
Jens Junak, Country Manager der Wirtschaftsauskunftei Creditsafe Deutschland, erklärt,
in welchen Anwendungsgebieten künstliche Intelligenzen Zeit sparen und wieso der
Schlüssel zum Einsatz einer erfolgreichen KI-Lösung in den richtigen Datensätzen liegt.
Denn in Unternehmerkreisen gilt Machine Learning schon lange nicht mehr als Trend,
sondern als Notwendigkeit, um auch weiterhin zukunftssicher zu planen.

Schon jetzt sind die Einsatzgebiete künstlicher Intelligenz für Unternehmen weit gefasst © pexels / Laura Tancredi
Machine Learning

Machine Learning und seine Einsatzgebiete
Maschinelles Lernen ist ein Sammelbegriff für verschiedene Tools und Techniken der
Informatik und Statistik, mit denen künstliche Intelligenzen eigenständig lernen können.
Mithilfe bestimmter Algorithmen und statistischer Modelle kann Machine Learning
repetitive Prozesse automatisieren, komplexe Muster erkennen und präzise Vorhersagen
treffen. Dafür nutzen KIs die ihnen bereitgestellten Datensätze und Informationsquellen.

Das maschinelle Lernen ermöglicht es der artifiziellen Intelligenz somit, Aufgaben anhand
der bereits erfassten Schemata zu lösen – ganz ohne menschliches Zutun. Die dadurch
entstehenden Einsatzgebiete für KI-basierte Lösungen sind vielfältig. Im Kundenservice
ermöglichen Chatbots und andere Sprach- oder Text-Verarbeitungsprogramme schon
jetzt eine immense Zeitersparnis. Neuere künstliche Intelligenzen können bereits durch
Stimmungs- und Verhaltensanalysen unzufriedene Kund:innen lokalisieren und vorzeitig
entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen. Auch im digitalen Marketing haben sich KIs
durch personalisierte Produktempfehlungen und individuelle User-Experience schon
längst unverzichtbar gemacht. Neben der Ermittlung von Trends und Kundenpräferenzen
ermöglichen sie sogar ein dynamisches Preismanagement mit Algorithmen, die aktuelle
Markt- und Lieferketten-Geschehnisse berücksichtigen. Nicht zuletzt wird Machine
Learning erfolgreich für Sicherheits- und Risikomanagement genutzt: Smarte
Programme erstellen Prognose-Modelle, beispielsweise zum Wirtschaftsgeschehen in
Deutschland, können durch automatische Compliance-Checks sowie Analysen
Betrugsversuche frühzeitig erkennen und ermöglichen eine Videoüberwachung mit
Gesichts- sowie Objekterkennung.
Für den erfolgreichen Einsatz einer künstlichen Intelligenz ist der Zugang zu einer sinnvoll
kuratierten Datenmenge, wie Smart Data, erforderlich.
Smart

AI background business technology, digital transformation

 

Smart Data: Der Schlüssel zum Erfolg
Um eine KI erfolgversprechend zu trainieren, gilt es zuerst ihren genauen
Anwendungszweck zu definieren. Soll sie Prognose-Modelle zum Marktgeschehen
entwickeln? Dann muss ihre Datenbasis wirtschaftliche Indikatoren wie
Insolvenzgeschehen, Entwicklungen von Bonitäts-Scores oder grundlegende
Unternehmensinformationen enthalten. Ist das Ziel jedoch, mittels maschinellen Lernens
die Vermarktungsaktivitäten eines Unternehmens zu optimieren, benötigt die künstliche
Intelligenz genau das: Marketing-Daten. Datensätze, die den gewünschten Anforderungen
und Qualitätsansprüchen entsprechen, nennt man Smart Data. Im Gegensatz zu Big Data,

sprich extrem großen Informationsmengen, sind die smarten Daten speziell auf ihre
individuellen Anwendungszwecke ausgerichtet und beinhalten ausschließlich
verwertbares Material.
Die Grundlage für das Gelingen eines Programms legen die sogenannten Data Analytics,
die Vorbereitung vor der eigentlichen KI-Erstellung. Der Begriff umfasst einen dreistufigen
Prozess, bei dem Datenmengen segmentiert und analysiert werden. Der erste Schritt ist
die Materialbeschaffung. Wichtig hierbei ist es, verschiedene relevante Quellen
einzuholen, die auf die speziellen Anwendungsziele ausgerichtet sind. Dabei gilt: Je größer
und strukturierter der Informationspool ist, desto effizienter kann der Machine Learning
Prozess voranschreiten. Daraus ergeben sich die Optimierung und Nutzbarmachung der
beschafften Daten. Informationen werden hier auf ihre Qualität, Konsistenz und potenzielle
Fehler gescannt und bereinigt. Zuletzt erfolgt die Anwendung vielseitiger Methoden
moderner Statistik. Hierbei werden die bereinigten Daten mithilfe von Data Analytics
Werkzeugen wie dem Data- oder Text Mining analysiert und Zusammenhänge innerhalb
unterschiedlicher Informationsströme aufgedeckt. Das Material wird dabei aufbereitet,
indem es extrahiert, erfasst und transformiert wird, um es in die zur Weiterverarbeitung
passende Form zu bringen.
Wirtschaftstreibende müssen also vor allem eines wissen: Je besser die KI trainiert wird, je
größer und qualitätvoller das Datenmaterial ist, desto gewinnbringender wird sie zukünftig
für das Unternehmen eingesetzt werden können. Allgemein gilt hier wie so oft das Credo
Qualität über Quantität. Ein ausreichender Informationspool ist wichtig, garantiert jedoch
nicht automatisch brauchbare Ergebnisse. Qualitätsmerkmale bei der Dimensionalität,
Struktur sowie Tiefe des Materials sollten unbedingt beachtet werden. Aus diesem Grund
ist es für Unternehmen ratsam, mit einem vertrauensvollen Datenpartner
zusammenzuarbeiten. Wirtschaftsauskunfteien wie beispielsweise Creditsafe
unterstützen Konzerne mit der Bereitstellung umfangreicher und qualitativ hochwertiger
Datensätzen. Ein schneller Zugang zu gut aufbereitetem Material und eine individuelle
Beratung zu Daten-Themen verringert den Rechercheaufwand für Mitarbeitende und
spart Ressourcen. Kurzum: Es kann den entscheidenden Vorteil gegenüber der
Konkurrenz bedeuten.
Zukünftig wird KI monotone und zeitraubende Prozesse fortschreitend ersetzen. Mitarbeitende finden so mehr Zeit für
komplexe Abläufe

Zukünftig wird KI monotone und zeitraubende Prozesse fortschreitend ersetzen. Mitarbeitende finden so mehr Zeit für
komplexe Abläufe und kreative Aufgaben © pixabay / Buffik

Fazit: Was bringt die Zukunft?
In einer Zeit, in der sich die digitale Welt zunehmend mit der physischen vermischt,
gewinnt KI auch im Geschäftskontext immer weiter an Bedeutung. Machine Learning hat
sich zu einer revolutionären Technologie entwickelt, die aus vielen Anwendungsfeldern
nicht mehr wegzudenken ist. Unternehmen haben dank künstlicher Intelligenzen die
Möglichkeit, sowohl Zeit als auch Ressourcen einzusparen. Für einen erfolgreichen Einsatz
ist Smart Data ein entscheidender Faktor: Je mehr qualitativ hochwertige Informationen
zur Verfügung stehen, desto besser kann das System trainiert werden. Vielseitige Daten,
die verschiedene Aspekte eines Problems abdecken, ermöglichen es der KI dabei, ein
breiteres Verständnis zu entwickeln. Gleichzeitig sind zielgerichtete Informationen von
großer Bedeutung, da das Modell durch sie auf spezifische Anforderungen ausgerichtet
werden kann. Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten für Automatisierung,
Prozessoptimierung und personalisierte Dienstleistungen. Mit der fortschreitenden
Entwicklung von Machine Learning wird sich auch dessen Anwendungsspektrum weiter
ausdehnen, um noch mehr Branchen und Bereiche zu transformieren. Der beste Weg, das
eigene Unternehmen wirtschaftlich voranzutreiben und zukunftsorientiert zu führen, ist,
sich der neuen Technologie bewusst zu sein und sie bestmöglich zu nutzen.

Über Jens Junak:
Jens Junak ist Country Manager von Creditsafe Deutschland. Er verantwortet das Deutschlandgeschäft der
international tätigen Creditsafe-Gruppe und konzentriert sich insbesondere auf das strategische Wachstum
der deutschen Standorte. Zuvor war er in verschiedenen Unternehmen in der Finanzbranche in leitender
Position tätig, unter anderem in der SCHUFA und bei Coface Deutschland. Für Creditsafe Deutschland arbeitet
er seit Juli 2020.

Über Creditsafe:
Creditsafe ist die meistgenutzte Auskunftei der Welt und bietet digitale Lösungen wie Bonitätsauskünfte, B2BMarketingadressen
oder Compliance Checks. Das Unternehmen stellt Informationen aus mehr als 200
Ländern und Territorien (ISO-Liste) bereit und hilft somit Firmen, sich auch international rechtskonform
aufzustellen, ihr finanzielles Risiko zu minimieren und Geschäftsbeziehungen abzusichern. Insgesamt umfasst
die Datenbank über 430 Millionen Auskünfte. Creditsafe ist in 25 Büros verteilt über 3 Kontinente vertreten und
beschäftigt über 1.500 Mitarbeiter. In Deutschland ist das Unternehmen seit 2010 tätig und vereint rund 100
Experten am Unternehmenssitz in Berlin.

 

Gezielte Kundenakquise: 5 Erfolgversprechende Tipps!

5 Tipps, wie du neue Kunden gezielt und erfolgreich ansprechen kannst!

Ein erfolgreiches Geschäft hängt maßgeblich davon ab, wie gut du potenzielle Kunden ansprichst und für deine Produkte oder Dienstleistungen begeisterst. In diesem Blogbeitrag werden wir fünf bewährte Tipps vorstellen, die dir helfen, neue Kunden gezielt und erfolgreich anzusprechen, um deine Umsätze zu steigern und langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen.

Tipp 1: Zielgruppenanalyse und Kundenerkenntnisse

Bevor du neue Kunden ansprichst, ist es unerlässlich, deine Zielgruppe genau zu kennen. Führe eine gründliche Zielgruppenanalyse durch, um die Bedürfnisse, Wünsche und Herausforderungen deiner potenziellen Kunden zu verstehen. Je besser du deine Zielgruppe kennst, desto gezielter und überzeugender kannst du deine Botschaft anpassen. Nutze Datenanalyse, Kundenumfragen oder Feedback, um wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen und deine Marketingstrategie darauf aufzubauen.

Tipp 2: Personalisierte Ansprache

Kunden möchten sich als Individuen wahrgenommen fühlen und nicht nur als eine Nummer im Marketingprozess. Die Personalisierung deiner Ansprache ist daher entscheidend. Verwende den Namen deines potenziellen Kunden in E-Mails oder persönlichen Gesprächen und beziehe dich auf spezifische Interessen oder vorherige Interaktionen mit deinem Unternehmen. Eine persönliche Note kann den Unterschied zwischen einer erfolgreichen Kundenakquise und einem verlorenen Geschäft ausmachen.

Tipp 3: Emotionale Ansprache

Menschen treffen Entscheidungen oft auf der Grundlage von Emotionen. Wenn du deine potenziellen Kunden auf emotionaler Ebene ansprichst, weckst du Interesse und Vertrauen. Erzähle Geschichten, die die Vorteile deiner Produkte oder Dienstleistungen verdeutlichen und positive Gefühle hervorrufen. Vermeide jedoch manipulative Taktiken und sei authentisch in deiner Kommunikation.

Tipp 4: Nutze die Kraft des Content-Marketings

Hochwertiger Content ist ein unschätzbares Instrument, um neue Kunden anzusprechen. Erstelle informative Blogbeiträge, Videos, Infografiken oder Whitepapers, die relevante Probleme deiner Zielgruppe adressieren und ihnen Mehrwert bieten. Mit qualitativ hochwertigem Content positionierst du dich als Experte in deiner Branche und ziehst potenzielle Kunden auf natürliche Weise an.

Tipp 5: Starke Call-to-Action (Handlungsaufforderung)

Eine erfolgreiche Kundenakquise endet mit einer starken Call-to-Action (CTA). Deine potenziellen Kunden müssen wissen, was als nächstes zu tun ist. Klare und präzise CTAs in deinen Marketingmaterialien weisen den Weg, sei es zum Abschluss eines Kaufs, zum Abonnieren deines Newsletters oder zum Ausfüllen eines Kontaktformulars. Achte darauf, dass deine CTAs auffällig platziert sind und den Wert für den Kunden hervorheben.

Fazit:

Die gezielte und erfolgreiche Ansprache neuer Kunden ist keine magische Formel, sondern das Ergebnis einer klugen Strategie und einer gut durchdachten Vorgehensweise. Beginne mit einer umfassenden Zielgruppenanalyse, personalisiere deine Ansprache, sprich die Emotionen deiner potenziellen Kunden an, nutze Content Marketing und setze auf überzeugende Call-to-Action. Indem du diese fünf Tipps in deine Marketingstrategie integrierst, wirst du deine Erfolgschancen bei der Kundenakquise deutlich steigern und langfristige Geschäftsbeziehungen aufbauen.

Vorkasse vs. Vorschuss

Vorkasse vs. Vorschuss – Finanzielle Absicherung in der Geschäftswelt

Heute tauchen wir ein in ein Thema, das in der Geschäftswelt oft für Diskussionen sorgt: Vorkasse und Vorschuss. Beide Begriffe beziehen sich auf finanzielle Vereinbarungen, aber ihre Anwendung und Auswirkungen können erheblich variieren. Lassen Sie uns gemeinsam einen genaueren Blick darauf werfen.

Vorkasse: Der bewährte Weg: In vielen Branchen ist die Vorkasse eine gängige Praxis. Kunden zahlen im Voraus für Produkte oder Dienstleistungen, bevor sie geliefert oder erbracht werden. Dies bietet Unternehmen eine finanzielle Sicherheit, da sie bereits Mittel erhalten, bevor sie Ressourcen für die Erfüllung der Aufträge bereitstellen müssen. Die Vorkasse dient als Schutz vor Zahlungsausfällen und ermöglicht es Unternehmen, stabile Finanzflüsse aufrechtzuerhalten.

Vorschuss: Vertrauen und Partnerschaft: Im Gegensatz dazu steht der Vorschuss, der eher auf Vertrauen und Partnerschaft basiert. Hierbei wird einem Unternehmen einem Kunden finanzielle Mittel gewährt, bevor die entsprechenden Leistungen erbracht werden. Dies kann in Form von Anzahlungen oder regelmäßigen Vorschusszahlungen erfolgen.

Die Herausforderungen:

Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile. Vorkasse kann potenzielle Kunden abschrecken, die sich dabei nicht wohlfühlen, im Voraus zu zahlen. Andererseits birgt der Vorschuss das Risiko, dass Kunden die vereinbarten Leistungen nicht erbringen, nachdem sie finanzielle Mittel erhalten haben. Unternehmen müssen daher sorgfältig abwägen, welcher Ansatz am besten zu ihrer Branche, ihrem Kundenstamm und ihrer Risikobereitschaft passt.

Die optimale Strategie:

Michael Weyrauch von Weyrauch Consulting empfiehlt eine individualisierte Herangehensweise. Jedes Unternehmen ist einzigartig und sollte eine Zahlungsstrategie wählen, die sowohl die eigene finanzielle Stabilität als auch die Zufriedenheit der Kunden gewährleistet. Dies könnte eine Kombination aus Vorkasse und Vorschuss sein, je nach Art der Dienstleistung oder des Produkts.

Fazit:

In der dynamischen Geschäftswelt gibt es keine Einheitslösung für die Frage Vorkasse vs. Vorschuss. Es kommt darauf an, die spezifischen Bedürfnisse und Risiken eines Unternehmens zu verstehen und eine Zahlungsstrategie zu entwickeln, die die Balance zwischen finanzieller Sicherheit und Kundenbeziehungen findet. Indem wir diese Aspekte klug abwägen, kann Unternehmen den Weg zu langfristigem Erfolg ebnen.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner